Exkursion nach Verdun

Bei nasskaltem, sehr authentischem Wetter unternahmen Mitglieder des Offizier-Verein eine Exkursion nach Verdun. Die Unterbringung erfolgte in der Internationalen Begegnungsstätte Albert Schweitzer in Niederbronn-les-Bains.

Nach einer Einführung in das geschichtliche Umfeld sowie die Arbeit des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. durch Oberst a.D. Unruh standen am nächsten Tag unter seiner Führung die Schlachtfelder von Verdun auf dem Programm. Startpunkt war das Mémorial de Verdun, ein sehr gut ausgestattetes Museum mit begehbaren Dioramen, Ausstellungsstücken und Hintergrundberichten, die den Besucher scheinbar in das Zentrum der Schlacht rücken. Die Bilder und Fakten frisch im Eindruck folgte ein Gang über die Schlachtfelder, z.B. durch das ausradierte Dorf Fleury, von dem nur noch Bodenverwerfungen zu sehen sind.

Sehr berührend war auch die Besichtigung des Fort Douaumont, welches als größte Verteidigungsanlage diente. Die feuchte, kalte Atmosphäre sowie der Zustand des Forts ließen die Qualen und Ängste der Soldaten unter Trommelfeuer erahnen.

Innerhalb des Forts gibt es ein deutsches Soldatengrab, in dem mehrere Hundert deutsche Gefallene liegen. Hier wurde in einer kurzen Rede und einer Gedenkminute der Toten gedacht. Den Abschluss der Besichtigung bildete das Beinhaus von Verdun, in dem die Gebeine von etwa 140.000 nicht identifizierten Gefallenen liegen.

Am letzten Tag führte die stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte Albert-Schweitzer , Frau Joëlle Krieger, engagiert und mit hervorragender Kenntnis durch die Ausstellung „Kriegsgräberschicksale“ und die Kriegsgräberstätte.

Die Exkursion hinterließ bei allen Beteiligten tiefe Betroffenheit und Nachdenklichkeit über das Schicksal der Menschen, speziell aber der Soldaten, im Krieg.